Briefe schreiben für Namibia

HCA-Sponsorenlauf für Gehalt der Lehrerin und Spielgerüst

 

Namibia. Die Kinder der Farmarbeiter des Tierschutzprojektes werden in einer Kindertagesstätte betreut und nennen sich "Cheeky Cheetahs" = neugierige Geparde.

20130309Cheeky cheetah-5Beim letzten Sponsorenlauf haben die Kinder der Hans-Christian-Andersen Schule einen Teil des erlaufenen Geldes für diese Kinder gespendet, wodurch das Gehalt der Lehrerin gesichert und ein neues Spielgerüst angeschafft werden konnte.

Als für die Kinder der Klasse 3 unserer Schule das Thema "Brief schreiben" im Deutsch-Unterricht anstand, kam die Idee auf, den Kindern in Namibia zu schreiben. Gesagt, getan. Die Briefe wurden noch mit bunten Handabdrücken versehen und wanderten in meinen Koffer, um nach Namibia zu reisen.  20130309Cheeky cheetah-Auf Harnas habe ich die Briefe dann erst mal ins Englische übersetzt, damit die Lehrerin sie den Kindern auch vorlesen konnte und sie auch noch verstehen können, was in den Briefen steht, wenn ich wieder in Deutschland bin. So bekam jedes Kind einen deutschen Brief und eine englische Übersetzung. Da viele der Kinder noch nicht lesen können, und die meisten auch noch nicht gut englisch sprechen, haben die Kinder eine Übersetzerin, die das Englische in die Buschmannsprache übersetzt - das ist die Sprache, die die Kinder von ihren Eltern gelernt haben. Die hört sich ziemlich lustig an, da sie ganz viele Klicklaute hat, die wir kaum nachmachen können. Die Kinder waren jedenfalls vollkommen aus dem Häuschen, denn das waren die ersten Briefe, die sie in ihrem Leben bekommen haben! Ich bin sicher, dass sie sie gut aufheben werden.

20130309Cheeky cheetah-4Als Gruß an die deutschen Kinder haben sie ein Plakat gebastelt, wo sie einige Bilder von sich aufgeklebt haben, die sie beim Spielen, in der Klasse, in der Kirche und beim Tanzen zeigen. Einige haben auch etwas gemalt, Maria zum Beispiel, wie sie sich die Hans-Christian-Andersen Schule vorstellt. Vieles, was die Kinder in den Briefen geschrieben hatten, war den namibischen Kindern fremd - sie haben noch nie eine Playstation gesehen und wenn es in Namibia mal regnet, ist es für die Kinder eher ein Grund rauszulaufen und im Regen zu spielen, als nach drinnen zu gehen. Dennoch haben sie sich riesig gefreut, dass Kinder auf der anderen Hälfte der Erde an sie gedacht und sich so viel Mühe für sie gegeben haben!

(AW)