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Schule wie vor 100 Jahren

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Fleißkärtchen oder Rohrstock?

Klasse 4a+b. Am Mittwoch, den 17.11.2010 besuchten die Kinder der vierten Schuljahre das Heimatmuseum in Bensberg. Unter anderem besuchten sie die alte Schule. Hier berichten jeweils zwei Kinder der Klasse 4a und 4b von ihren Erlebnissen:

 

20101117lehrerIm Schulmuseum

"Heute besuchten wir mit unserer Klasse das Schulmuseum in Bensberg. Als wir dort ankamen, wurden wir von einem Herrn empfangen, der uns in einen Klassenraum führte. Jeder von uns bekam seinen Platz zugewiesen. Merle, Oliver und ich saßen in der ersten Reihe und waren damit die Erstklässler. Die Reihen hinter uns waren dann jeweils die 2., 3. und 4. Klasse. Die Klassensprecher Jasmin und Leon saßen auf einer eigenen Bank. Der Unterricht begann damit, dass der Lehrer ins Klassenzimmer kam und die Tür fest zuknallte. Wir standen alle auf und begrüßten unseren Lehrer. Zu Beginn des Unterrichts zeigte uns der Lehrer Bilder von Kaiser Wilhelm II. und seiner Familie. Hierzu bat er mich, die erste Strophe eines Gedichts in altdeutscher Schrift vorzulesen, das Kaiser Wilhelm selbst geschrieben hatte. Es war nicht ganz einfach, diese alte Schrift zu lesen, aber ich habe trotzdem zur Belohnung ein Fleißkärtchen bekommen. Der Lehrer erklärte uns noch die Entstehung der alten Buchstaben und die verschiedenen Schreibweisen. 20101118fringsAn der Tafel stand sein Name in altdeutscher Schrift. Anschließend probierten wir verschiedene Schreibwerkzeuge aus. Zuerst eine Gänsefeder, dann eine Stahlfeder und schließlich eine Schiefertafel mit Griffel. Zum Thema Sachkunde zeigte uns Herr Frings verschiedene ausgestopfte Tiere wie einen Dachs, einen Fuchs und einen Maulwurf. Danach schauten wir uns eine alte Landkarte an, auf der wir auch Hitdorf, Bensberg und Köln finden konnten. Anschließend folgte der Matheunterricht. Jede Klasse bekam unterschiedliche Aufgaben. Zum Schluss sagten wir alle das Herbstgedicht auf und verabschiedeten uns von unserem Lehrer Herrn Frings."
(Tali, 4b)

 

20101117fleisskarte"Heute waren wir im Schulmuseum in Bensberg. Wir erlebten eine historische Schulstunde wie vor 100 Jahren. Damals regierte Kaiser Wilhelm der Zweite. Seine Bilder hingen an der Wand. Tim Jürgens erkannte ihn und bekam ein Fleißkärtchen. Auch die Einrichtung stammte aus dieser Zeit. Im Klassenraum gab es viel zu sehen. An den Wänden hingen ausgestopfte Tiere, zum Beispiel ein Hase, dem leider ein Ohr fehlte. 20101117klasse4bWir mussten ganz gerade sitzen und unsere Hände flach auf dem Pult liegen lassen. Beim Melden durften wir den Arm nur halb hoch heben. Beim Antworten mussten wir aufstehen und in ganzen Sätzen sprechen. Am Ende sagten wir Herr Lehrer. Die Klassensprecher Jasmin und ich saßen auf den Ehrenplätzen. Unsere Aufgabe war auf die Klasse aufzupassen. Denn alle Klassen saßen früher in einem Raum. Jasmin war für die 1. und 2. Klasse zuständig und ich für die 3. und 4. Tali saß auch auf einem Ehrenplatz. Dieser war für besonders fleißige Schüler. In der Deutschstunde schrieben wir mit einem Griffel auf Schiefertafeln und schauten uns Gänsefedern und Metallfedern an. Die Tinte wurde mit einem Tintenspender in kleine Gefäße gefüllt. In Mathematik wurde uns ein Gerät mit 10 roten Fingern gezeigt. Der Lehrer konnte mit einem Knopfdruck bestimmen, wie viele Finger wegfallen. Damit rechneten die Erstklässler. Der Léon Engelke lachte zwischendurch. Dafür bekam er fünf Schläge mit dem Rohrstock auf seinen Po. Wir mussten alle mitzählen. Die Strafen standen alle in einem Strafbuch. Also damals war die Schule ganz schön streng. Dafür bekamen wir alle am Ende Fleißkärtchen von Frau Wallraf."

(Leon M., 4b)

 

20101117schulmuseum6Alte Schule
"Heute sind wir mit der Klasse 4b ins Schulmuseum nach Bensberg  gefahren. Dort haben wir eine Schulstunde wie vor 100 Jahren erlebt. Unser Lehrer war alt und streng. Wir mussten ganz gerade in der Bank sitzen und wenn der Lehrer was gefragt hatte, mussten wir aufstehen und am Ende "Herr Lehrer" sagen. Als ich ein Fleißkärtchen bekommen hatte , musste ich einen Knicks machen und  mit "Danke Herr Lehrer" antworten. Dann zeigte er uns ausgestopfte Tiere und erklärte uns eine alte Wandkarte auf der auch Hitdorf war. An der Wand hing ein Bild von Kaiser Wilhelm dem Zweiten mit seiner Frau. Wir wurden in Klassen eingeteilt. Paula, Dana und ich waren im ersten Schuljahr. Wir hatten die einfachsten Aufgaben.20101117schulmuseum4 Am lustigsten war Julian, der bekam nämlich fünf Schläge auf den Popo, weil er gelacht hatte. Nik musste in die Ecke. Zum Schluss zeigte uns der Lehrer ein Buch, in dem standen die Namen der Kinder, die bestraft worden waren. So konnte man lesen, dass ein Junge 10 Schläge bekommen hatte, weil er dem Lehrer Weinbrand geklaut hatte. Ein Junge hatte 15 Schläge bekommen, weil er ein Vogelnest ausgeräumt hatte. Der Unterricht hat mir Spaß gemacht."

(Virginia, 4a)

 
Eine Schulstunde wie Früher
20101117schulmuseum 1"Ein Lehrer hatte früher viel zu tun. Er musste 8 Klassen gleichzeitig unterrichten. In einem Klassenraum saßen die Klassen 1bis 4 und im Nebenraum saß die Oberstufe von Klasse 5 bis 8. 20101117schulmuseum5Die Schüler mussten ganz brav und ruhig auf harten Schulbänken sitzen. Zwei besonders gute Schüler saßen auf der Ehrenbank und halfen dem Lehrer. Wenn der Lehrer die Klasse betrat , knallte er die Tür laut zu und alle Kinder mussten kerzengerade aufstehen. Sie durften sich erst setzen, wenn der Lehrer ein Zeichen gab. Der Lehrer hatte einen großen Rohrstock, mit dem er die Schüler bestrafen konnte. Die Jungen bekamen damit auf den Po geschlagen, die Mädchen auf den Rücken. Besonders fleißige Kinder erhielten eine Fleißkarte. Das erzählte man dann in der ganzen Nachbarschaft und war sehr stolz darauf."
(Gregor, 4a)

 

Zur Fotogalerie: Klasse 4a + 4b im Schulmuseum Bensberg

(AW, EM)


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