Geotop Schlade, Bergisch-Gladbach

Hier ist ein urzeitliches Korallenriff vorzüglich erschlossen

20110312schladeBergisch-Gladbach. Dieser erdgeschichtliche Rundweg durch die "Paffrather Kalkmulde/Nationaler Geotop Schlade" bietet interessante Einblicke in die Erdgeschichte und den industrieellen Abbau von Kalkstein und Brauneisenerzen vor etwa 100 Jahren mit Erzgruben, Kalksteinbrüchen und Brennöfen zur Branntkalkerzeugung.  Der Weg kann z. B. "In der Schlade" begonnen werden. Die Wegmarkierung ist eine versteinerte Schnecke. Am Wegesrand gibt es (allerdings kompliziert geschriebene) Informationstafeln zur erdgeschichtlichen Entwicklung aber auch zu Flora und Fauna.

Im Devon-Zeitalter lag das heutige Europa südlich des Äquators. Es herrschten tropische Klimabedingungen. Zu entdecken sind Versteinerungen eines warmen Flachmeeres, das weite Gebiete des Bergischen Landes bedeckte.

Vor 100 Jahren haben Menschen den industriellen Abbau von Kalkstein und Brauneisenerzen vor allem im 19. Jahrhundert betrieben. Die Schlade ist einer der bedeutendsten Geotope im Rheinland und seit 2006 Nationaler Geotop – einer von 77 in Deutschland. Sie bietet botanische Besonderheiten und mit ihren Erzgruben, Kalksteinbrüchen und den Brennöfen zur Branntkalkerzeugung Einblick in die Wirtschaftsgeschichte des Bergischen Raums. Eine Wanderung kann auch bis ins nicht weit entfernte und idyllische Romaney und nach Herrenstrunden lohnen. Besonders lecker hat uns dann anschließend das Essen im Cafe im "Bergischen Löwen" in der Innenstadt Bergisch Gladbachs geschmeckt. (AJ)