LVR-Freilichtmuseum Kommern

Mausefallenkrämerin, Stellmacher und Schmied  -  Lebendige Vergangenheit der Preußischen Rheinprovinz

20110118kommernKommern. Zwischen Bauerngärten und Obstwiesen befinden sich auf dem 95 ha großen Museumsgelände 65 historische Gebäude, welche die Geschichte der Landbevölkerung (Bergisches Land, Niederrhein, Westerwald/Mittelrhein, Eifel/Voreifel) der vergangenen Jahrhunderte veranschaulichen. Ein Schulhaus, Tanzsaal, Kapelle, Bauernhöfe mit Gänsen und Hühnern auf dem Weg, Ställe mit Pferden, Kühen oder Schweinen, Wind- und Wassermühlen, eine Schmiede sind Orte des täglichen Leben von damals.

In der Zeit von April bis Oktober wird das Museum durch Akteure wie z. B. Bäuerin Anna Ippendorf oder Johann Nepomuk von Schwerz lebendig, die gerne etwas erzählen oder sie bei ihrer Arbeit zu sehen lassen. Bei Vorführungen in der Backstube können die frisch und wunderbar duftenden Teigwaren probiert und gekauft werden.

Das Museum besteht seit 1958. Durch den Strukturwandel der Landwirtschaft, der Zusammenlegung und Technisierung der bäuerlichen Betriebe, Flurbereinigung, etc. verschwanden damals viele dörfliche Baudenkmäler. Die hier ausgestellten exemplarischen Altbauten konnten mit Hilfe der Denkmalpflege vor der Zerstörung bewahrt, abgetragen, wiederaufgebaut und damit instand gehalten werden.

Das erste wiederaufgebaute Haus war das „Haus aus Scheuerheck“ aus dem Jahr 1711, welches 2009 seinen 50. Geburtstag im Museum feierte, wurde kürzlich Thema einer Bachelorarbeit der Universität Bonn. (EM)

Weitere Informationen zu Veranstaltungen, Öffnungszeiten, Anfahrt etc. hier Freilichtmuseum Kommern